Kaffeehauslesung mit Klaudia Blasl

"Gamsbartmassaker"

Bücherstapel von Der Weisheit letzter Schuss Sonderausgabe

Alles neu macht … der September! Im Café Museum wurde die neu eingerichtete Bibliothek mit der Dichterlesung von Klaudia Blasl eingeweiht. Der erst am Tag vor der Lesung fertig gestellt Raum erstrahlt in neuem Glanz und ist absolut gelungen. Die dunkelgrüne Wandfarbe  hinter den zahlreichen Bücherregalen schafft ein elegantes, dezentes Ambiente zum Wohlfühlen. Ich bin mehr als eine halbe Stunde vor Beginn vor Ort und werde von einem ganz besonders freundlichen Ober, der mich erfreulicherweise auch den Rest des Abends zuvorkommend bedient, zu meinem reservierten Platz geführt. – Das Reservieren kann ich übrigens ganz dringend empfehlen! Ganz bewusst will ich mich vor Beginn noch einstimmen, ankommen und natürlich auch einen kleinen Imbiss nehmen. Denn im Wiener Kaffeehaus gibt es ja nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch kleine Speisen und hier im Café Museum sogar Mittagsmenüs. Eines der typischen Gerichte von der „kleinen Karte“ ist eine Schinkenrolle, - die habe ich schon ewig nicht mehr gegessen…. Und dazu ein kleines Bier. Ein köstlicher Genuss, schmeckt ausgezeichnet und ist mit reichlich Salat schön angerichtet. Und auch das Bier ist frisch gezapft und gut gekühlt. So wie es sein soll.

Dann geht es los

Kurze Vorstellung der Autorin. Klaudia Blasl ist gebürtige Steirerin und laut Selbstauskunft süchtig nach gutem Essen und hat Germanistik studiert. Kein Wunder also, dass aus der Verbindung dieser beiden Leidenschaften die Tätigkeit als Kolumnistin und Kulinarikjournalistin entstanden ist. Auf den Spuren des Essens hat sie bereits die halbe Welt bereist, lange Jahre in Italien verbracht. Der erste Krimi „Miederhosenmord“ ist zunächst als Hobby quasi nebenbei entstanden. Heute liest Klaudia Blasl aus ihrem neuen Buch „GAMSBARTMASSAKER“. Beide Werke sind satirische Krimis und absurd-skuril. Auf der Frage, wie sie auf die Ideen zu ihren Bücher kommt, Antwort Klaudia Blas schlicht und ergreifend: „Ich komme vom Land“

Willkommen im Damischtal!

Das Damischtal liegt in der Steiermark, der Heimat der Autorin ist ihre Erfindung. Ein Wellness-Hotel für Hunde, eine Flüchtlingsbaracke für Menschen und eine schießwütige Jägerschaft – das kann nicht gut gehen. Schon gar nicht im österreichischen Damischtal. Und so endet böse, was gut gemeint begann. Ein ertränkter Mops in der Regenwassertonne bildet den Auftakt zu einer schaurigen Abfolge von Mord und Totschlag in der hinterwäldlerischen Provinz.

Mehr soll hier nicht verraten werden – aber ich kann nur wärmstens empfehlen, das Buch zu lesen. Ich habe es mir nach der Lesung beim Büchertisch gekauft, ruckzuck ausgelesen – und selten beim Lesen eines Buches so herzlich gelacht. Das übrigens auch bei der Lesung. Denn sowohl der beißende Humor, der durchaus treffend die täuschende Land-Idylle beschreibt – als auch die kreativen Wortschöpfungen, treiben dem Publikum Lachtränen in die Augen.

Ein absolut gelungener Abend mit doppeltem Genuss: Imbiss und Lesung

Die Bücher von Klaudia Blasl sind im Emonsverlag erschienen: www.emons-verlag.de/autoren/klaudia-blasl

Gastbeitrag von Frau Dr. Sonja Littig-Wengersky

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