Georg Franz Kolschitzky

Die Legende besagt, dass Georg Franz Kolschitzky (ein Dolmetscher, kaiserlicher Kurier und Geschäftsmann) unmittelbar nach dem Ende der Türkenbelagerung mit den erbeuteten Kaffeesäcken das erste Wiener Kaffeehaus „Zur blauen Flasche“ gegründet haben soll.

Historisch belegt ist die Gründung des ersten Wiener Kaffeehauses am 17. Jänner 1685. Damals erhielt der Armenier (in manchen Quellen wird er auch als Grieche bezeichnet) Johannes Deodat das erste Privileg zur öffentlichen Ausschank von Kaffee. Diese fand in seinem Wohnhaus am Haarmarkt (heute: Rotenturmstraße 14) statt.

Bis zum Jahr 1700 entstanden vier weitere Kaffeehäuser, außerdem gab es an die 30 Wasserbrenner. Diese durften „auf dem Brennwege“ Flüssiges erzeugen, was sie nicht nur auf Schnaps, sondern auch auf Kaffee bezogen. Das bekämpften die vier Kaffeehausbesitzer – Isaak de Luca, Rudolf Perg, Andreas Pein und Stefan Devich – mit Erfolg.

Am 16. Juli des Jahres 1700 erhielten sie von Kaiser Leopold I. das ausschließliche Privileg, Kaffee, Tee, Schokolade und ähnliche Getränke in Wien herzustellen und in öffentlichen Lokalen auszuschenken. Damit hatten sie sich der lästigen Konkurrenz der Wasserbrenner entledigt, gleichzeitig war dies die Geburtsstunde der Wiener Kaffeesieder-Innung.

1714 gab es in Wien bereits 11 bürgerliche Kaffeesieder. Ihnen verlieh Kaiser Karl VI. am 4. Mai ein Schutzpatent, das von dessen Tochter und Nachfolgerin Maria Theresia im Jahr 1751 bestätigt wurde.

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