Literaten im Kaffeehaus

Ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts kam es zu einem massiven Wandel: aus der reinen Männerdomäne „Kaffeehaus“ entstand allmählich das Familiencafé. Diese Cafés hatten Damensalons, in denen „Kaffeekränzchen“ und „Damenrunden“ abgehalten wurden. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Kaffeekonditoreien gegründet, die in erster Linie von Frauen bzw. Familien besucht wurden. Hier wurde intensiv das Zusammenspiel von Kaffee und Süßspeisen gepflegt, das sich allmählich auch in den klassischen Kaffeehäusern durchsetzte, die aber trotzdem – samt Sitzkassierin, Billard- und Spieltischen – den Herren vorbehalten blieben.

Was das Speiseangebot im klassischen Kaffeehaus betraf, so gab es in erster Linie Speisen von Eiern (kernweiches Ei, Ei im Glas, Eierspeise, Ham & Eggs und Omelette). Die Süßspeisenklassiker im Wiener Kaffeehaus waren das Kipferl, der Gugelhupf, die Buchteln, die Krapfen sowie die 3 Wiener Traditionsstrudel: Mohn-, Nuss- und Apfelstrudel. Dazu kam manchmal als Tüpfelchen auf dem i oft noch eine Haustorte.

Was in angelsächsischen Ländern der Club war, war in Wien das Kaffeehaus. Hier traf sich die intellektuelle, künstlerische, wissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Elite des Habsburger Reichs. Das Wiener Kaffeehaus hatte eine gewaltige Faszination und Ausstrahlungskraft und wurde deshalb in allen Kronländern der Donaumonarchie kopiert. Kaffeehäuser nach Art des Wiener Vorbilds gab es praktisch in jeder Bezirkshauptstadt der 676 615 km2 großen und 53 Millionen Einwohner zählenden Österreichisch-Ungarischen-Monarchie: Von Innsbruck bis Lemberg, von Prag bis nach Sarajevo, von Triest bis Cernowitz.

Café Residenz

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